Das Cafe Siefert blickt auf eine jahrhundertealte Tradition zurück. Unsere Vorfahren kommen aus der italienischen Schweiz, dort wo das Herz der europäischen Zuckerbäckertradition schlug. Vermutlich kamen damals schon die ersten süßen Gene in den Odenwald.
1793 wurde unser Haus in der Braunstraße von unseren Vorfahren erbaut und ist bis heute in Familienbesitz. Von Anfang an wurde hier Gastronomie betrieben: Das Haus beherbergte eine Gastwirtschaft, eine Hausbrauerei, eine Poststation und war zugleich Bauernhof. Diese Linie setzte sich bis zu unserem Großvater Heinrich Siefert fort. Bis in die 1990er Jahre ging man in Michelstadt noch gerne zum Heiner, wie unser Großvater in Michelstadt genannt wurde, um dort die berühmten Siefertschnitzel zu essen, die es bis heute noch gibt.
Der Wandel zur Konditorei vollzog sich 1967, als unser Vater und Konditormeister Wilhelm Siefert das Haus erbte und alles umkrempelte. Das Ergebnis seiner Veränderungen wurde zum Kleinod Odenwälder Gastronomie. An seiner Seite stand unsere Mutter Karin, die bisweilen heute noch das Zepter im Betrieb schwingt. Mehrere Umbauten gaben dem Haus das heute bekannte Gesicht.
Wilhelm Sieferts Konditorei entwickelte sich schnell zu einem Tempel der süßen Kunst, dessen Ruf über die Grenzen der Stadt hinausging. Die Leidenschaft gab er an uns, seine Kinder Astrid und Bernd Siefert, weiter.
Zu den markanten Punkten unserer jüngeren Geschichte gehört Bernd Sieferts Konditoren-Weltmeistertitel. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass mit Astrid Siefert eine ebenfalls meisterhafte und vielfach ausgezeichnete Konditorin den Betrieb leitet, und das Bernd Sieferts Frau Isabel ebenfalls eine Meisterin ihres Faches und Deutsche Meisterin im Konditorenhandwerk ist, die mit ihrem Fachwissen sowohl dem Cafe, als auch dem Seminarzentrum zur Verfügung steht.
Mittlerweile gehört das Cafe Siefert zu den international renommiertesten Konditorei-Adressen. Besucher aus aller Welt genießen unsere Köstlichkeiten. |